TERMIN - HIGHLIGHTS

 

Öffnung der Ausstellung

Di + Fr  16.30 -18.00 Uhr

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19.30 Uhr

 

Frohnauer Diskurs

 

Eckart Stratenschulte

 

Quo Vadis Europa?

 

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19.30 Uhr

 

Frohnauer Diskurs

 

Thomas R. Hoffmann

 

Vom Paradiesgärtlein ...

 

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22. November 2012

 

6. Literarischer Salon mit Sherko Fatah:“ Ein weißes Land“

 

In seinem vierten Roman „Ein weißes Land“ (Luchterhand Verlag 2011) erzählt Sherko Fatah die Geschichte des jungen Arabers Anwar, der im Bagdad der 30er Jahre aufwächst. Anwar versteht nichts von den politischen Wirren seiner Zeit. Er träumt von schönen Häusern, von fernen Reisen und vielleicht ein bisschen von der Schwester seines jüdischen Freundes. Er träumt davon, ein »Jemand« zu werden. Doch dann gerät er mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unter den Einfluss der »Schwarzhemden«, der faschistischen Jugendorganisation im Irak. Ein bitter wahres Märchen nimmt seinen Lauf, ein Abenteuerroman mitten durch die Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Gefolge des Großmuftis von Jerusalem, eines Bundesgenossen der Nationalsozialisten, kommt Anwar 1941 nach Berlin ...

Mit epischer Wucht entwirft Sherko Fatah ein atemraubendes geschichtliches Panorama und einen großen literarischen Abenteuerroman.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Jens Oellermann 

 

Der Autor:

 

Sherko Fatah wurde 1964 in Ost-Berlin als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen geboren. Er wuchs in der DDR auf und siedelte 1975 mit seiner Familie über Wien nach West-Berlin über. Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte. Für sein erzählerisches Werk hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Der Literaturkritiker Karl-Markus Gauß urteilte der Süddeutschen Zeitung vom 11.12.2011: "Sherko Fatah hat ein großes Geschick darin, politische Ereignisse wie nebenhin mit dem Romangeschehen zu verbinden, er muss die historischen Dinge nicht referieren, sondern weiß sie in Gespräche und Handlungen seiner Figuren zu integrieren."

 

 

 

Literarischer Kindersalon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Literarischer Salon am 30.8.2012

Zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen

 

Tom Goeller

Der alte Fritz

Mensch, Monarch, Mythos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tom Goeller im Gespräch

 

 

Was hat Sie bewogen, ein Buch über Friedrich den Großen zu schreiben?

 

Das Jubiläumsjahr "300 Jahre Friedrich: 1712 - 2012" alleine wäre für mich kein Anreiz gewesen. Ich konnte sogar lange Jahre wie Friedrich Schiller sagen: "Ich liebe ihn nicht. Er ist kein Stoff für mich."  Die Wende hin zum Interesse an dem preußischen Ausnahmekönig kam, als ich mich im Jahr 2005 mit Politikern nach "hoher Weltpolitik" nebenbei auch über Friedrich unterhielt und von ihnen entweder keine oder sehr oberflächliche Ansichten erhielt. Manche hatten geradezu Angst, sich zu Friedrich zu äußern, weil sie dachten, sie könnten etwas Falsches sagen. Ich war bis dahin nie auf die Idee gekommen, dass es riskant sein könnte, als Deutscher eine eigene Meinung zu Friedrich zu haben. Hier setzte mein Hauptinteresse ein. Ich wollte herausfinden, warum namhafte deutsche Persönlichkeiten ein Problem in Friedrich sehen. Deshalb ist es mir in meinem Buch auch wichtig, immer wieder Bezüge von Friedrich zu unserer Gegenwart herzustellen und damit aufzuzeigen, ja, aufzudecken, wie abwegig und falsch sehr viel Vorstellungen, die über ihn verbreitet wurden, sind, im Guten wie im Schlechten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Literarischer Salon am 9. März 2012, 19.30 Uhr

 

Jan Koneffke  Die sieben Leben des Felix Kannmacher
Moderation: Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

 

Konnefkes grandioser Roman ist ein historisches Schelmenstück, ein Hohelied auf die Liebe und ein berührendes Künstlerepos zugleich. Im Herbst 1934 wird Felix Kannmacher vom Pianisten Victor Marcu aus dem Deutschen Reich geschmuggelt und erhält in Bukarest eine neue Identität. Als Johann Gottwald wird er die Kinderfrau von Marcus Tochter Virginia, bei der er sich schnell als großer Geschichtenerzähler beliebt macht. Als die Freundschaft zwischen beiden enger wird, entlässt ihn der eifersüchtige Vater, und plötzlich ist Kannmacher ganz allein in einem fremden Land. Und so schlägt er sich unter falschem Namen durch: als Kellner im größten Kasino von Bukarest, er arbeitet als Sekretär für die Nazis und versteckt sich in einem Kloster im Karpatenland. Doch in jeder Identität, die sein Schicksal ihm gerade aufbürdet, immer bleibt die Verbindung zwischen ihm und Virginia bestehen, die bald zu einer berühmten Schauspielerin heranwächst.

 

Für die Arbeit am Roman erhielt Jan Koneffke das Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung, die auch die Frohnauer Lesung unterstützt. Die Recherchen zum Roman erstreckten sich über zehn Lektürejahre rumänisch-, deutscher und englischsprachiger Titel. Es galt zunächst in der rumänischen Zwischenkriegs- und Kriegszeit, in der das Buch spielt, historisch und alltagsgeschichtlich 'heimisch' zu werden. Das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung ermöglichte ihm einen Aufenthalt an der Schwarzmeerküste, in Baltschik (heute bulgarisch, seinerzeit rumänisch), wo die Romanhandlung ihren Anfang nimmt, sowie weiterführende Recherchen in Bukarest, an Ort und Stelle des Romangeschehens, und in den Antiquariaten der rumänischen Hauptstadt.

 

Der Autor

Jan Koneffke, 1960 in Darmstadt geboren, studierte Philosophie und Germanistik in Berlin und verbrachte nach einem Villa-Massimo-Stipendium sieben Jahre in Rom. Heute lebt er als Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Wien und Bukarest. Er erhielt mehrere literarische Auszeichnungen, wie den Leonce-und-Lena-Preis, Friedrich-Hölderlin-Förderpreis, Peter-Suhrkamp-Stipendium und den Offenbacher Literaturpreis. Er veröffentlichte bislang 15 Bücher, darunter Gedichtbände, Romane, Erzählungen und Kinderbücher. „Die sieben Leben des Felix Kannmacher" erschien 2011 im Dumont Verlag.